Die Welt zu bereisen war nie so einfach, wie in heutigen Zeiten. Flugzeuge bringen Reisende von Deutschland aus innerhalb von kaum mehr als einem Tag an das andere Ende des Globus. Dennoch herrschen nicht in allen Ländern die gleichen Bedingungen vor, wenn es um die Einreise geht. Die verschiedenen Staaten fordern ganz unterschiedliche Dinge wie ein Visum, Reisepass statt Personalausweis oder diverse Impfungen.

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Personalausweis oder doch Reisepass – was ist nötig für die Einreise?

Innerhalb der EU reicht es aus, einen deutschen Personalausweis mit sich zu führen. Wer in die weite Welt hinaus möchte, sollte einen gültigen Reisepass bei sich führen. Ohne ihn ist es nicht möglich, in das gewünschte Zielland einzureisen oder zurückzukehren. Der deutsche, elektronische Pass besitzt einen dunkelroten Einband und verfügt über zehn Jahre Gültigkeit. Vor dem Erreichen des 24. Geburtstags beläuft sich die Gültigkeit nur auf 6 Jahre. Ist der Pass abgelaufen, muss ein neuer Pass beantragt werden. Kinder, die ihren 12. Geburtstag noch vor sich haben, benötigen einen Kinderpass mit sechsjähriger Gültigkeit, der allerdings nicht über das vollendete zwölfte Lebensjahr hinaus gilt. Wer über eine doppelte Staatsangehörigkeit verfügt, sollte sowohl den deutschen Reisepass, als auch Dokumente des zweiten Staates bei sich führen. Wohnen deutsche Staatsbürger im Ausland, sind die dortigen Auslandsvertretungen für die Ausstellung von Reisepass und Personalausweis zuständig. Eine rechtzeitige Beantragung aller Dokumente vor Reiseantritt ist in allen Fällen angeraten, denn die Bearbeitung nimmt mehrere Wochen in Anspruch.

Der vorläufige Reisepass – ein Hindernis bei der Einreise?

Unterschiede machen viele Länder auch, wenn es um den Reisepass geht. Wer zu spät bemerkt, dass der eigene Pass nicht mehr gültig ist oder nicht rechtzeitig ausgestellt werden kann, hat die Möglichkeit, einen vorläufigen Reisepass zu beantragen. Allerdings akzeptieren nicht alle Staaten dieser Erde diesen vorübergehend gültigen Pass. Georgien, Tansania, Swasiland und die USA akzeptieren diese beispielsweise nicht. Ein Visum hingegen kann in vielen Fällen mit einem nur vorläufig geltenden Reisepass sehr wohl ausgestellt werden. Allerdings muss auch dieses Ausweisdokument über die nötige Gültigkeitsdauer verfügen. Ein Anruf im Auswärtigen Amt klärt zweifelsfrei, dass es auf diese Weise keine Probleme gibt.

Die Einreise – Spezifische Anforderungen in einzelnen Ländern

Afrikanische Länder akzeptieren den Reisepass nur, wenn er noch mindestens 6 Monate gültig ist. Gleiches gilt auch auf dem amerikanischen Kontinent. In Asien variieren die Anforderungen. In vielen Ländern müssen dort die Reisedokumente zumindest während der Reisedauer gültig sein. In Japan werden biometrische Fotos und die Fingerabdrücke des Einreisenden aufgenommen, sofern er über 16 Jahre alt ist. Für einige Länder gilt eine Visumspflicht. Hier können benötigte Visa oft vor Ort noch erteilt werden. Länder wie Thailand oder Taiwan erwarten zudem ein bestätigtes Ticket für die Rück- oder Weiterreise. Neuseeland erwartet zudem den Besitz der Einreisegenehmigung ESTA, dafür aber kein Visum, wenn man nicht länger als 3 Monate im Land verbringt. Die Türkei, ein hierzulande sehr beliebtes Reiseziel, verlangt Visa erst ab einem Aufenthalt von 180 Tagen. Hier sollte man nicht versuchen, mit einem vorläufigen Reiseausweis einzureisen. Dies ist nicht erlaubt.

Einreise in eine Weltmacht – Verbote für bestimmte Staatsangehörigkeiten

Die USA ziehen Reisende mit ihrer Vielfältigkeit in den Bann. Seit den Terroranschlägen im Jahr 2001 sind die Kontrollen hier allerdings sehr strikt geworden. Zudem gibt es erhöhte Schwierigkeiten bei der Einreise für Menschen bestimmter Nationalitäten. Reisende, die einen Pass der Länder Nordkorea, Syrien, Somalia, Libyen, dem Iran oder dem Jemen besitzen, können seit 2018 nicht mehr problemlos in den USA einreisen. 2020 kamen weitere Länder hinzu, wie Tansania, der Sudan, Eritrea, Myanmar und Kirgisistan. Mit Nigeria betrifft diese Regelung auch das Land mit der größten Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent. Bestimmte Kategorien des Visums werden an Angehörige dieser Staaten nicht mehr vergeben. Besuche von Familienangehörigen sind allerdings möglich, ebenso gewöhnliche Urlaubsreisen. Ein Dekret des amerikanischen Präsidenten führte zu diesen Einreisebeschränkungen.

Einreise von deutschen Staatsangehörigen in den USA

Von Menschen mit einem deutschen Pass verlangen die USA neben einem Reisepass auch eine Einreisegenehmigung (ESTA). Deutschland gehört zu den 39 Staaten des Abkommens „Visa Waiver“, die visumsfrei einreisen können, dafür aber die ESTA brauchen. Diese kann online beantragt werden. Wer zum Urlaub oder geschäftlich in die Vereinigten Staaten einreisen möchte, kann diese elektronische Reisegenehmigung nutzen. Wer dieses Dokument nicht besitzt, kann weder für einen Flug noch für eine Kreuzfahrt einchecken. Aufgrund des digitalisierten Antrags ist dies einfacher, als die Beantragung eines Visums, und auch günstiger. Ein längerer Aufenthalt in den USA (wie z.B. ein Studium) setzt allerdings ein Visum voraus. Die amerikanischen Konsulate in Frankfurt am Main, München oder Berlin stellen dieses Visum aus.

Einreise in Länder mit Visumspflicht

Als deutscher Staatsbürger ist man eindeutig im Vorteil, wenn es um den Punkt des Visums geht. Kein anderer Staatsangehöriger dieser Welt hat die Möglichkeit, in 177 Länder einzureisen, ohne ein Visum zu brauchen. Dennoch verlangen einige beliebte Urlaubsländer der Deutschen dieses Dokument, das vor der Einreise bei den passenden Botschaften oder Generalkonsulaten beantragt werden muss. Dafür muss allerdings eine Gebühr entrichtet werden, die je nach Land variiert. Ägypten ist ein beliebtes Ziel für Taucher und Sonnenanbeter, bei dem dies zu beachten ist.

Ab wann ist ein Visum für die Einreise gültig?

Mit dem Tag, an dem die Ausstellung erfolgt, beginnt auch die Gültigkeitsdauer. Den Konsulaten ist es nicht möglich, ein Visum vorzudatieren. Es gibt keine pauschale Geltungsdauer eines Visums. Sie ist abhängig von der Art der Reise und der Staatsangehörigkeit, die ein Antragssteller besitzt. Damit die Übersicht gewährleistet ist, befindet sich das Ablaufdatum des Dokuments gleich neben dem Datum, an dem das Visum ausgestellt wurde. Der Zeitraum, der dazwischen liegt, steht für die Dauer der Gültigkeit. In dieser Zeit kann der Inhaber des Visums in die Vereinigten Staaten reisen. Wichtig ist, dass gültige Visa nicht mit einer garantierten Einreise gleichzusetzen ist. Im Falle der USA wird erst am Flughafen vom Heimatschutzministerium entschieden, ob der Reisende die USA betreten darf und wie lange er bleiben kann. Bei der Einreise wird dann mit einem passenden Stempel die gewährte Aufenthaltsdauer vermerkt. Hier kann jeder Reisende klar erkennen, wann er das Land spätestens wieder zu verlassen hat. Sich außerhalb des Gültigkeitszeitraum des Visums in den Vereinigten Staaten von Amerika aufzuhalten, kann die Ausweisung nach sich ziehen oder langwierige Einreisesperren. Der benötigte Reisepass muss in den USA noch 6 Monate Gültigkeit ausweisen, wobei hier das Datum der Rückreise gilt. Auch diese Gültigkeit variiert je nach Reiseland.

Mit einem Visum einreisen – aber wie?

Wer ein Visum beantragen möchte, muss den Zweck seiner geplanten Reise ebenso angeben, wie die Finanzierung der Reise und den Versicherungsschutz im Krankheitsfall. Außerdem muss man in der Lage sein, im Notfall nach Deutschland zurückzukehren. Da die Konsulate der einzelnen Länder, bei denen ein Visum beantragt werden kann, nicht immer in der eigenen Stadt oder dem eigenen Landkreis zu finden sind, muss der Antragssteller nicht unbedingt persönlich vor Ort erscheinen. Eine Beantragung kann je nach Reiseland sowohl im Internet vorgenommen werden, als auch per Post. Manche Länder bestehen aber auf ein persönliches Vorsprechen des Antragsstellers. Andere Staaten möchten Fotos, die in einem in Deutschland nicht geläufigen Format fotografiert werden müssen. Deshalb ist es ratsam, sich vorab bei der jeweiligen Auslandsvertretung des betreffenden Landes zu vergewissern, wie die Vorschriften und Verfahren bei der Beantragung sind.

Problemloses Einreisen in Europa – das Schengen-Abkommen

Einreisen in Staaten innerhalb des EU-Raumes ist absolut problemlos und ohne Grenzkontrollen möglich. Dies verdanken Reisende einem Abkommen, dass in Schengen im Juni 1985 unterzeichnet wurde. In Folge dieses Schrittes wurden die Kontrollen an den Grenzen der EU-Staaten seither schrittweise abgeschafft. Heute umfasst dieser sogenannte „Schengen-Raum“ 26 Länder Europas. Damit ist er der größte Raum ohne Visumspflicht, der auf dieser Welt zu finden ist. Der Personenverkehr wird durch freies Passieren der Grenzen bestimmt. Ein Großteil der Staaten der Europäischen Union gehört in diesen Raum. Hinzu kommen Nicht-EU-Staaten wie Island, Liechtenstein, die Schweiz und Norwegen. Großbritannien gehört ebenfalls nicht dazu, und auch Zypern und Irland halten ihre Grenzkontrollen aufrecht. In Bulgarien, Kroatien und Rumänien wird das Abkommen momentan nur partiell umgesetzt. Das Abkommen des Schengen-Raumes gilt zudem in Gebieten, die eigentlich nicht auf dem Kontinent Europa liegen, wie den Azoren, Kanaren und auf Madeira. Die Kleinstaaten von San Marino, Monaco und dem Vatikanstaat sind zwar Teil der Grenzöffnungen, gehören allerdings nicht zu der Zone, in denen kein Visum benötigt wird.

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